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Seelische Erfahrungen brauchen ihre Zeit.

Seelische Erfahrungen bemerken wir oft erst einmal als Gefühl, das wir nicht so recht einordnen können. Als Verwunderung vielleicht oder als kurzes Aufmerken. Solche Empfindungen spielen für unser Denken und unser Handeln eine ganz wichtige Rolle. Sie zeigen uns, dass wir allmählich wach werden und lernen, seelische Erfahrungen zu erkennen. Später können wir den seelischen Erfahrungsschatz dann als eine starke innere Kraft wahrnehmen. Dieses Seelenempfinden muss sich Schritt für Schritt entwickeln. Im Verlauf unseres Lebens, mit zunehmender Reife, sind wir dann immer besser in der Lage, voller Vertrauen auf bereits vorhandene seelische Erfahrungen zurückzugreifen.
Wenn wir uns entscheiden, dass wir unsere seelischen Erfahrungen bewusst wahrnehmen und verarbeiten wollen, ist als erster Schritt nur die Bereitschaft nötig, in uns hineinzuspüren. In der Stille fällt es uns am leichtesten, uns auf die seelischen Erfahrungen einzulassen und sie besonders klar wahrzunehmen. Wir sollten uns deshalb Zeit nehmen zu lernen, sensibel zu sein.
Um die Stille zu erfahren, brauchen wir keine Anleitung und keine Regeln. Ganz von selbst, aus uns selbst heraus werden wir das Wesentliche sehen, hören, fühlen und tun. Wir brauchen nur die Bereitschaft, uns auf diese Erfahrung einzulassen.

Wir müssen also das Bewusstsein zulassen, nicht nur im Außen zu existieren, sondern als harmonische Wirklichkeit von Körper, Geist und Seele.

Christina Roider

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