Mehr zu Helmuth C. Roider

Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott
Ich wuchs auf dem Dorf bei meiner Großmutter auf, einer lebenserfahrenen Frau, die meine Mutter bei der Kindererziehung nach Kräften unterstützte. Wir lebten in einfachen, aber geordneten Verhältnissen. Ich begriff früh, dass man sein Leben selbst mit viel Tatkraft und Glauben in die Hand nehmen muss, wenn man etwas daraus machen möchte. Meine Großmutter gab mir die Gewissheit mit auf den Weg, ein wertvoller Mensch zu sein. Bei ihr fühlte ich Verständnis und Liebe. Und sie vermittelte mir eine ganze Menge Lebensweisheit. Gerne sagte sie zum Beispiel: „Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott“. Recht hatte sie damit!

Junger Vater und Firmenchef
Ich war kaum 19, als ich heiratete. Kurz darauf hatten wir zwei Söhne und als ich 24 Jahre alt war, gründete ich gemeinsam mit meinem Kompagnon eine eigene Werbeagentur. Das Leben verging wie im Flug; ich hatte viel zu tun, ich wollte nach oben.
Für das Sinnieren über Lebensfragen, esoterische oder spirituelle Themen hatte ich keine Zeit – und ehrlich gesagt auch kein großes Interesse. Als meine Frau mir das erste Mal berichtete, dass sie Engelsbotschaften erhalten hatte, reagierte ich eher zweifelnd. Damit wollte ich mich nicht beschäftigen müssen. Unsere Arbeitstage waren sowieso schon lang genug. Aber die Geschäfte gingen gut, der Einsatz lohnte sich. Wir hatten Erfolg, wir wurden bekannt – und das zahlte sich natürlich auch aus.

Der Erfolg machte mich unvorsichtig
Haus, Auto, Urlaube – ich konnte mir viele Dinge leisten und meiner Familie viel bieten. Das erfüllte mich mit Stolz. Ich trumpfte gerne ein bisschen mit dem Erfolg auf, fühlte mich als Mitglied einer Welt des Geldes. Aber es kam, wie es kommen musste: Wenn es einem Menschen zu gut geht, dann ist er auch bereit, immer höhere Risiken einzugehen, ohne sie sorgfältig zu prüfen.
So war es auch bei mir und meinem Kompagnon. Am Höhepunkt unserer beruflichen Karriere und bei vollen Kassen spielten wir eine Art Monopoly in der Realität. Eine riskante Beteiligung bei einem neuen Geschäftszweig versprach schnelle und große Gewinne. Eine Zeitlang ging auch tatsächlich alles gut. Aber dann war plötzlich Schluss mit den guten Nachrichten. Wir mussten immer mehr Geld in die Firma nachschießen. Aber wir achteten auf kein einziges Warnsignal, bis die ganze Dramatik unübersehbar war: Wir verloren viel Geld.

Die Krise traf mich wie ein Schlag
Was andere Geschäftsleute für „Business as usual“ halten, traf mich wie ein Schlag. Es waren nicht so sehr die finanziellen Verluste, die mich trafen. Mein Selbstbewusstsein war schwer angeschlagen. Konnte mir, dem Erfolgsmenschen so etwas passieren? Ich zweifelte an mir und meinem Selbstbild, zog mich zurück und tat mir Leid.

Als es mir schlecht ging, entdeckte ich die Botschaften
Erst als ich die Botschaften meiner Frau für mich entdeckte, änderte sich alles. So kam es mir jedenfalls vor. In Wirklichkeit war es wohl nur ich selbst, der sich durch das Studium der Botschaften deutlich veränderte.
Ich lernte, den Sinn dieser persönlichen Krise zu verstehen. Ich erkannte, dass es neben den geschäftlichen Terminen noch andere wichtige Lebensaspekte gab. Ich suchte nach Antworten auf Fragen, die ich mir früher nie gestellt hatte. Dabei halfen mir die Botschaften. Die geschriebenen Worte fand ich anfangs nicht ganz leicht zu verstehen. Für mich war es eine Art von Konzentrationsarbeit, die Inhalte theoretisch zu begreifen und praktisch umzusetzen.
Umso besser gefällt mir heute die Idee, die Botschaften zu kommentieren und auch unsere Erfahrungen zu den verschiedenen Botschaftsthemen zu veröffentlichen. Meine Frau und ich hatten die Botschaften ja auf ganz unterschiedlichen Wegen kennen gelernt. Deshalb hat es mich auch so begeistert, die Botschaften gemeinsam mit meiner Frau in der Öffentlichkeit vorzustellen.

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