Gesetze — der Originaltext

Bei dem Wort Gesetz seid ihr sehr oft in Zwang und Angst verstrickt. Weil das Wort Gesetz euch mit einem Tun verbindet, das für euch oft sehr schwer oder mühsam zu erfüllen ist. Doch stellt euch ein Leben ohne die Gesetze vor: Würde so manches Mal nicht Chaos herrschen, eine Orientierungslosigkeit?

Die Gesetze eurer Gesellschaft sind euch bekannt und vertraut. Ihr macht Erfahrungen damit, ihr kennt sie und nehmt sie als einen Teil eures Lebens mit auf.

Wie aber sieht es mit den geistigen Gesetzen in eurem Leben aus? Kennt ihr sie auch? Wisst ihr überhaupt von ihnen? Nehmt ihr sie, wenn ihr sie erkennt, bewusst in euer Leben auf? Vielen von euch sind sie fremd, andere wissen von ihnen und beachten sie dennoch nicht.

Hört, fühlt und schaut euch bewusst euer Umfeld, das Treiben, die Hektik, die Machtspiele auf eurem Planeten an, so werdet ihr erkennen die vielfältige Nichtachtung der geistigen Gesetze.

Das Hinwegschauen über die geistigen Gesetze verspürt ihr wie bei den weltlichen Gesetzen im Außen. Es ist immer mit Verlust, Trauer und Leid verbunden. Der Unterschied ist: Bei den weltlichen Gesetzen wisst ihr um den Grund euren Leidens.

Bei der Nichtbeachtung der geistigen Gesetze seid ihr oft verzweifelt, hilflos, orientierungslos. Denn ihr sucht Ursache für eure Unzufriedenheit, euer Leid, eure Enttäuschungen im Außen. Aber dort könnt ihr sie nicht finden und somit nicht auflösen für ein leichteres Leben.

Für die unter euch, die im Einklang mit den geistigen Gesetzen sind, offenbart sich der Sinn und die Freude am Leben.

In den alten Schriften heißt es: „In Wahrheit ist es würdig und recht“. Würde und Recht werdet ihr in der Liebe geschehen lassen. Und die Würde und das Recht werdet ihr finden in den geistigen Gesetzen.

Wenn ihr in Würde und Recht handelt, so handelt ihr im Einklang mit dem Geist. Seid ihr in Verbindung mit dem Geist, so seid ihr im Einklang in der Einheit Körper, Geist und Seele.

Seht die geistigen Gesetze als keinen Zwang an, es besteht kein Grund zur Beängstigung. Nehmt sie mit Würde und Recht für euer Wachstum an, so könnt ihr getrost euren Weg gehen in der Berechtigung allen Seins.

Doch vergesst nicht die Welt, in der ihr seid, um euch euren Ursprungs zu entsinnen: Damit die Welt beseelt wird durch den Geist.