Trennt die Spreu vom Weizen — der Originaltext

Schöpft aus der Liebe. Trennt ab, was nicht zu euch gehört. Haltet fest im Glauben. Wischet weg den Nebel. Lasst Helligkeit und Wärme euch durchdringen. Es hat alles seinen Plan und seine Berechtigung.

Stellt euch einen langen Weg vor. Am Anfang des Weges könnt ihr noch erkennen und die Landschaft ist ganz klar. Doch je weiter die Entfernung ist, je weiter ihr euch vom Ursprung weg bewegt, desto unklarer wird euer Blick. Am Ende könnt ihr nur Verschleierung erkennen.

So ist es mit euch Menschen. Wenn ihr am Anfang, am Ursprung steht, ist alles klar. Mit der Zeit aber werdet ihr immer mehr von eurem Ursprung getrennt. Darum ist der Sinn von Leid so schwer für euch zu erkennen und ihr wollt ihn nicht wahr haben. Das Klammern am Außen lässt euch nicht weiter vordringen. Ihr erlebt die Lernprozesse, die ihr braucht, doch ihr erkennt sie sehr oft nicht.

In Wirklichkeit gibt es diese Trennung nicht. Es ist nur eine Vernebelung, die euch glauben lässt, ihr seid von eurem Ursprung getrennt.

Öffnet die Augen, Ohren, Nase und Herz, so werdet ihr erkennen, was für jeden Einzelnen gedacht ist. Das kann nur geschehen, sobald ihr erkannt habt, dass ihr mit dem Geist der Schöpfung verbunden seid.

So könnt ihr Schritt für Schritt eure Aufgabe erkennen und somit den Sinn in eurem Leben spüren. Lasst euch führen, tut zu was ihr berufen seid. Jeder Einzelne von euch hat die freie Wahl.

Das kann durch Gefühle sein – das ist die sanfte Art. Doch da ihr sehr nach Außen gerichtet seid, nehmt ihr die Gefühle selten wahr.

So geht es über Verluste des Körpers, ihr müsst es sehen und spüren – das ist der Weg des Leidens. Ihr könnt es nicht anders erfahren.

Die Aufhebung der Trennung sollte euer Gebot sein, doch um den Weg nach innen zu gehen, braucht ihr die Liebe. Steht zu euch, auch wenn die Prüfungen von Außen schwer sind. Doch eines ist gewiss, dass alles seine Berechtigung hat und einem Plan unterliegt.

So wird eure Seele die Verantwortung für euren Körper übernehmen und euch immer wieder daran erinnern. Die innere Stimme – wie oft hört ihr sie und hört doch nicht auf sie? Die Seele hat keine andere Wahl als sich dann über den Körper mitzuteilen.

Anfangs geschieht das sanft, doch wiederum spürt ihr nicht hin, so wird es immer spürbarer werden. Schmerz und Leid fügt ihr euch selbst zu durch den Irrglauben der Trennung. Es ist keine göttliche Strafe, sondern ihr bestraft euch selbst.

Fühlt in euch hinein und ihr werdet die Liebe erleben in euch. Darum ist die Liebe das erste Gebot, somit werdet ihr zur Verbundenheit finden.

Und so sagt zu euch: Am Anfang stand Gott, Licht durchdrang mich, doch je länger ich auf Erden war, wurde es dunkel um mich. Es ist Zeit für mich, die Liebe Gottes zu finden und es wird hell um mich.